Gemeinde Mietingen

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Neues aus dem Rathaus

Bekanntmachung Hochwasserrückhaltebecken Aufhofen

Die Gemeinde Mietingen plant zur Erhöhung der Hochwassersicherheit für die Ortslage Mietingen die Erstellung eines Hochwasserrückhaltebeckens am Quinzgraben. Dazu ist insbesondere die Erstellung eines Dammbauwerkes mit Auslassbauwerk und Hochwasserentlastungsanlage auf den Flurstücken 1141, 1167, 1193, 1197 und 1136 Gemarkung Mietingen geplant.
 
Bei einem hundertjährlichen Hochwasser unter Berücksichtigung des Klimaänderungsfaktors (HQ100Klima) werden die Flurstücke 1141, 1143, 1138, 1200, 1199, 1198, 1160, 1192 und 1197 Gemarkung Mietingen eingestaut.
 
Der Hochwasserrückhaltedamm ist für einen 100-jährlichen Einstau zzgl. Klimazuschlag bemessen. Das Stauvolumen des geplanten Rückhalteraumes beträgt ca. 67.000 m³ und die maximale Höhe des Absperrbauwerkes über der Gewässersohle liegt bei ca. 5,45 m.
 
Bei dem geplanten Hochwasserrückhaltebecken handelt es sich um ein kleines, gesteuertes Becken gem. DIN 19700 mit einem konstanten Drosselabfluss von 500 l/s.
 
Nach Überschreiten des Stauziels ZV = 534,80 müNN erfolgt eine erste Entlastung am Auslassbauwerk, bevor die Hochwasserentlastungsanlage ab einer Stauhöhe von 534,90 müNN anspringt.
 
Bei einem Bemessungshochwasser für eine jährliche Überschreitungswahrscheinlichkeit von 500 Jahren erfolgt eine Entlastung bis zu 6,15 m³/s über die Hochwasserentlastungsanlage in den Quinzgraben. Bei einem entsprechenden 5000-jährlichen Ereignis beträgt die Entlastungsmenge bis zu 9,84 m³/s.
 
Südwestlich des geplanten Dammes ist das Flurstück 1141 von mehreren Entwässerungsgräben durchzogen. Infolge der Dammherstellung muss der östlichste der vorhandenen Gräben verlegt und wieder an den Quinzgraben angeschlossen werden.
 
Der Quinzgraben und dessen Böschungen werden im direkten Bereich des geplanten Dammes bzw. Einlaufbauwerkes und Auslaufbereich im Zuge der Maßnahme an das neue Bauwerk entsprechend angepasst. Unterhalb des Auslaufes aus dem Damm wird der Quinzgraben auf einer Länge von ca. 8 m mit Wasserbauschroppen und einem sohlgleichen Steinriegel gegen Strömungserosion gesichert. Die Gewässerböschungen am Einlaufbauwerk und am Rohrauslauf werden mit Wasserbausteinen gesichert.
 
Direkt unterhalb des Zusammenflusses von Quinz- und Edelgraben befindet sich im Aufhofer Bach eine ca. 32 m lange Stahlbetondole DN1000, die die Aufhofer Straße quert. Die bestehende Verdolung ist nicht ausreichend groß, um den dort auftretenden Abfluss bei einem 100-jährlichen Hochwasserereignis zzgl. Klimazuschlag ohne Ausuferung abzuleiten. Aus diesem Grund wird die Bestandsdole auf Flurstück 977 Gemarkung Mietingen gegen eine größere Verdolung DN1600 SB ausgetauscht. Die neue Dole hat eine Länge von 31,69 m.
 
Das Einlaufbauwerk in eine weitere verdolte Teilstrecke des Aufhofer Bachs auf Flurstück 96/2 Gemarkung Mietingen bei Hausnummer 17 soll im Zuge der Maßnahme neu hergestellt werden, um die Einlaufsituation zu verbessern und die Gefahr einer Verklausung im Hochwasserfall minimieren.
 
Für den Bau und Betrieb des Hochwasserdamms und für die Umgestaltungsmaßnahmen am Quinzgraben und am Aufhofer Bach hat die Gemeinde Mietingen beim Landratsamt Biberach die Erteilung einer wasserrechtlichen Planfeststellung gem. § 68 Abs. 1 i. V. m. § 67 Abs. 1 Satz 1und 3 des Wasserhaushaltsgesetzes beantragt.
 
Die Planunterlagen einschließlich Umweltverträglichkeitsvorprüfung, Eingriffs- Ausgleichsbilanz und artenschutzrechtlichem Beitrag liegen vom 19.07.2021 bis 18.08.2021, je einschließlich, beim Bürgermeisteramt Mietingen, Hauptstraße 8, 88487 Mietingen, 1. OG Zimmer BM Hochdorfer, zur Einsichtnahme aus.
 
Jeder, dessen Belange durch das Vorhaben berührt werden, kann bis zwei Wochen nach Ablauf der Auslegungsfrist schriftlich oder zur Niederschrift beim Landratsamt Biberach, Wasserwirtschaftsamt, Rollinstraße 9, Zimmer 4.40, 88400 Biberach an der Riß oder beim Bürgermeisteramt Mietingen Einwendungen gegen den Plan erheben.
 
Vereinigungen, die auf Grund einer Anerkennung nach anderen Rechtsvorschriften befugt sind, Rechtsbehelfe nach der Verwaltungsgerichtsordnung gegen den Planfeststellungsbeschluss einzulegen, können bis zwei Wochen nach Ablauf der Auslegungsfrist Stellungnahmen zu dem Plan abgeben.
 
Es wird darauf hingewiesen, dass
 

1. bei Ausbleiben eines Beteiligten an dem evtl. erforderlichen Erörterungstermin kann auch ohne ihn verhandelt werden,

2. mit Ablauf der Einwendungsfrist alle Einwendungen und die Stellungnahmen von den o. g Vereinigungen ausgeschlossen sind, die nicht auf besonderen privatrechtlichen Titeln beruhen,

3. die Personen, die Einwendungen erhoben haben, oder die Vereinigungen, die Stellungnahmen abgegeben haben, von dem Erörterungstermin durch öffentliche Bekanntmachung benachrichtigt werden können und die Zustellung der Entscheidung über die Einwendungen durch öffentliche Bekanntmachung ersetzt werden kann, wenn mehr als 50 Benachrichtigungen oder Zustellungen vorzunehmen sind.


 
Bürgermeisteramt, 16.07.2021

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