Gemeinde Mietingen

Seitenbereiche

Navigation

Schutzmaßnahmen der Gemeinde

Die Folgen von künftigen Starkregen und Hochwassern sollen minimiert werden. Die Rechtslage ist zwar unverändert: eine Pflicht der Gemeinden für Hochwasserschutz gibt es nicht. Allerdings ist nur die Gemeinde in der Lage, etwas zu tun, wenn viele Grundstücke betroffen sind. Soweit möglich will der Gemeinderat dazu beitragen, dass ein hoher Schutz an vielen Stellen gewährleistet wird. 

Folgende Maßnahmen sind bereits umgesetzt:
- Modellierung verschiedener Einläufe
- Sanierung der Gräben, z.B. Edelgraben
- Straßen, Feldwege und Kanäle sind repariert
- Krisenplanung ist erstellt, das Notfallhandbuch liegt seit Nov. 17 vor
- Sanierung der Verdolung in der Ziegelei in Mietingen
- Klage gegen die Ablehnung eines Biberabfangs im Quinzgraben ist eingereicht
- die Biberdämme im betroffenen Bereich werden regelmäßig kontrolliert
- Dürnach im Ortsgebiet Baltringen ist ausgebaggert
- Dürnach im Bereich der B30-Brücke ist aufgeweitet-dadurch wesentlich mehr Abfluss
- für die Mergelgrube hat der Eigentümer des obenliegenden Ackers vereinbarungsgemäß für 2 Jahre Gras angesät, dies hat kürzlich erste Erfolge gezeigt.
- Versickerungsbecken für die Gemeindehalle Walpertshofen für die Dachentwässerung
- Es war beabsichtigt, zum Schutz des Gebiets „In der Au“ in Baltringen den Radweg an der Äpfinger Straße ca. 20-30 cm höher zu legen. Dies lässt sich leider aus rechtlichen Gründen nicht umsetzen.

Folgende Maßnahmen sind in Planung oder in Umsetzung:-

Hochwasserschutz Dürnach: die "Flussgebietsuntersuchung" ist jetzt kurz vor der Fertigstellung. Es wurde der gesamte Bachlauf genau vermessen, Wasserstände aufgenommen, Regendaten übernommen (und nochmals neue Regendaten) und erste mögliche Schutzmaßnahmen vorgeprüft. Insgesamt besteht große Einigkeit zwischen den Kommunen, also den Anliegern von Laupheim bis Biberach. Es wird koordiniert vorgegangen. OFFEN ist noch die Organisation, möglich ist, dass 1-2 Gemeinden Vereinbarungen über z.B. einen Beckenbau treffen. Die Alternative ist die Gründung eines neuen Zweckverbands, der für die Schutzmaßnahmen zuständig wäre. Für Baltringen wäre das wichtigste Becken oberhalb Maselheim; hierzu gibt es zwischenzeitlich eine grobe Skizze - die grundsätzliche Realisierbarkeit wird gerade geprüft.

Für den Kindergarten Baltringen wurde ein Evakuierungsplan erstellt. An der Brücke in der Nähe des Kindergartens kann jetzt an einer Pegellatte abgelesen werden, ab wann der Evakuierungsplan in Kraft tritt. Es wurden weitere Pegellatten an verschiedenen Brücken in Baltringen und Mietingen angebracht.Das

Gebiet östlich von Baltringen, also nach Mietingen hin, wurde gesondert untersucht. Das Land hatte ein Starkniederschlagskonzept gefordert, das zwischenzeitlich praktisch fertig ist. Das Ergebnis ist zunächst eine Karte, die zeigt, wo wie viel Niederschlagswasser abläuft. Wie seit 2016 klar, sollte ein Rückhaltebecken an der Straße nach Mietingen gebaut werden. Eine weitere Problemstelle stellt der Bereich Grotte dar: auch hier ist wohl nur ein Rückhaltebecken die Lösung. Nachdem auch die Vorschriften des Landes jetzt weitgehend klar sind, wird die Gemeinde diese Schutzmaßnahmen jetzt planen und bauen.

Für das Gebiet „Aufhofen“ soll ein Hochwasserrückhaltebecken gebaut werden. Hier wurde ein Flussgebietsmodell erarbeitet, das jetzt fast fertig vorliegt (Juni 2018). Der notwendige Grunderwerb für das Becken ist erfolgt. Haushaltsmittel sind eingeplant. Der Hochwasserschutz wird durch die Biberansiedlung erschwert und verteuert. Vorüberlegungen für ein Hochwasserrückhaltebecken gibt es bereits - die Planungen sollen jetzt schnell angegangen und umgesetzt werden.

Ein Einlaufbauwerk für den Tälesgraben soll künftige Aufstauungen verhindern. Das Betonbauwerk mit schrägem Gitter sorgt dafür, dass angeschwemmtes Material hochgeschoben wird - das Wasser aus dem Tälesgraben soll dann trotzdem gut abfließen. Langwierige Verfahren hatten den Bau verzögert, das Einlaufbauwerk wird aber jetzt (Juni 2018) gebaut.

Oberhalb des Baugebiets Wasserfall und Sportgelände Mietingen kommt es bei Starkregen zu Wasserabfluss über den Tulpenweg. Die bestehenden Schächte können dieses Oberflächenwasser in manchen Fällen nicht aufnehmen. Die Lösung wäre jetzt der Bau einer weiteren Leitung in das bestehende Sickerbecken im ehemaligen Kiesgrubengebiet. Der Gemeinderat wird sich jetzt mit dieser Maßnahme beschäftigen.

Offene Fragen:
Allgemein ist es nicht ganz einfach, Zuschüsse und Genehmigungen zu beantragen. Tiefbaufirmen und Ingenieurbüros sind außerdem derzeit sehr ausgelastet. Einige Problemstellen sind technisch schwierig zu verbessern. Nicht für jede Regenmenge gibt es überhaupt Lösungen. Außerdem muss auch jeder Häuslesbesitzer das Mögliche tun.
- Bereich Heggbacher Weg / Hochdorfer Weg in Mietingen
Von landwirtschaftlichen Flächen läuft immer wieder Wasser und Schlamm in Richtung Hauptstraße. Dort sind einige Gebäude gefährdet. Hierfür gibt es noch keine Lösung – angedacht sind bessere Einlaufschächte.
- Benedikt-Welser-Weg in Walpertshofen
Einige Anlieger klagen über Rückstauprobleme, die immer wieder zu Schäden geführt haben. Die Kanalisation ist bei Starkregen öfters voll. Auf Anregung der Anlieger hat die Gemeinde das Dach der Gemeindehalle vom Kanal getrennt. Dies hat eine gewisse Verbesserung, aber noch keine endgültige Lösung gebracht. Rückstauklappen fehlen teilweise in den Privathäusern, dies liegt in der privaten Verantwortung. Trotzdem bleibt das Problem im Blickfeld.
- Mergelgrube, Baugebiet in Walpertshofen
Eine endgültige Lösung gibt es noch nicht, die das Wohngebiet vor Schlamm und Wasser von hangaufwärts schützen würde. In nächster Zeit muss auch hierfür eine neue Lösung gefunden werden.